Mit unserem Religionskurs (7a und 7b, Frau Bloch) waren wir auf dem jüdischen Friedhof bei uns in Lage. Im Jahre 1862 wurde das Grundstück von der Synagogengemeinde gekauft. Seitdem wurden dort Juden aus den Gemeinden Lage und Heiden bestattet. Auf dem Friedhof stehen heute noch ungefähr 100 Grabsteine mit teilweise hebräischer, aber auch deutscher Inschrift. Frau Bloch erzählte uns, dass dort früher Menschen die Gräber und Grabsteine geschändet hätten, das bedeutet, dass sie die Gräber verwüstet und zerstört haben.

Bei unserem Ausflug untersuchten wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu einem christlichen Friedhof: Es gibt z. B. auf beiden Friedhöfen Grabsteine, aber auf den jüdischen Grabsteinen sind Symbole vorhanden, die eine wichtige Bedeutung für Juden haben. Man kann bspw. erkennen, welchen Beruf jemand ausgeübt hat, ob es sich um ein Kindergrab handelt oder ob jemand das Schofarhorn blasen konnte. Auch sind die jüdischen Gräber nicht so geschmückt wie christliche und manchmal werden auf die Gräber Steine gelegt, um an die Zeit zu erinnern, als man Tote durch Steine auf dem Grab vor Tieren schützen wollte.

Der Ausflug zum jüdischen Friedhof war sehr interessant und informativ und eine gute Abwechslung zum Schulalltag!

Fabienne, Tamina, Merle und June, 05.03.2019