Jahrgangsstufen

Werden Schülerinnen und Schüler unterschiedlichster Altersstufen nach ihren Assoziationen zur Biologie befragt, wird die Vielschichtigkeit dieses Faches bereits deutlich. So nennen die jüngeren Schüler vor allem Tiere, Pflanzen, Wald und Natur als spezifische biologische Themen. Ältere Schülerinnen und Schüler nennen die Proteinbiosynthese, Enzymatik, Gel-Elektrophorese oder die PCR-Technik als Begriffe. Daher ist es nicht verwunderlich, dass mit Ausnahme der achten Klassen das Fach Biologie in allen Jahrgangsstufen unterrichtet wird. In der Oberstufe wird außerdem regelmäßig ein Leistungskurs angeboten.

Denn wie kaum ein anderes naturwissenschaftliches Fach lebt die Biologie von wissenschaftlichen Erkenntniszuwächsen und gesellschaftlichen Entwicklungen. So führen im Bereich der Gentechnik, der Neurowissenschaften und der Evolution immer neuere Erkenntnisse zu einem tiefgründigeren und umfassenderen Verständnis humanbiologischer Phänomene.

 

Aber auch Fragen zu gesellschaftlich relevanten Thematiken rund um Sexualkunde, Umweltschutz- und Klimaproblematiken, Haltungsbedingungen von Nutztieren oder Ernährungsgewohnheiten und Körperfunktionen des Menschen beschäftigen vor allem die jüngeren Schülerinnen und Schüler. Aufgrund der Lebensnähe dieser Thematiken bietet die Biologie die Möglichkeit, aus real erfahrbaren Situationen das nötige Hintergrundwissen zu erlernen, um nicht nur Experte auf diesem Gebiet zu werden, sondern auch in der Lage zu sein, in gesellschaftlichen Diskursen sachlich argumentierend Stellung zu beziehen.

 

Dabei lebt das Fach Biologie von einem umfangreichen Methoden- und Materialpool. So werden durch eine Vielzahl von Experimenten und Versuchen den Schülerinnen und Schülern biologische Phänomene nähergebracht: Kohlenhydrate können zum Beispiel in Lebensmitteln sichtbar gemacht oder die Aktivität bestimmter Enzyme in unserem Verdauungstrakt analysiert werden. Jeder Biologieraum ist mit einem multimedialen System ausgestattet, sodass anhand von Beamer, Laptop, Lautsprecher und Visualizer alle Lernkanäle der Schülerinnen und Schüler angesprochen werden können und das Lernen so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden kann.

 

Darüber hinaus wird eine Reihe von außerschulischen Lernorten genutzt. So kann die an das Schulgelände angrenzende Werre als Gewässer dazu dienen, um Gewässerproben durchzuführen oder auch eine Vielzahl heimischer Vogelarten zu beobachten. Des Weiteren bietet ein Besuch des Zoos Osnabrück den sechsten Klassen die Möglichkeit, die Tierwelt genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch eine Fahrt nach Norderney, bei dem der Nationalpark Wattenmeer untersucht wird, steht für die sechsten Klassen auf dem Programm. Das Neandertalmuseum in Mettmann sorgt für die neunten Klasen und die Q2 für einen vertiefenden Einblick in das Thema „Evolution“. Des Weiteren bietet die Universität in Bielefeld für die Q1 durch das „TeutoLab“ verschiedene Möglichkeiten, gentechnische Forschungsexperimente hautnah und praktisch selbst durchzuführen und zu erleben.

 

Mit der anstehenden Renovierung und Neubau der naturwissenschaftlichen Fachräume soll allerdings angestrebt werden, genau diese Experimente auch direkt in der Schule durchführen zu können, womit die Qualität der Fachräume auf ein weitaus höheres Niveau gehoben werde kann.