Trotz der Stundenkürzungen im neuen G 8 Lehrplan und der daraus folgenden Streichung des Erdkundeunterrichts in Klassenstufe 8 steht die Beliebtheit des Fachs Erdkunde auch weiterhin außer Frage: schließlich kommt dem Erwerb von Orientierungswissen auf unserem Globus in einer sich täglich komplexer darstellenden Welt, die uns über elektronische und Druckmedien Nachrichten und Ereignisse aus nahezu allen Regionen der Erde liefert eine immer größere Bedeutung zu.

Ohne die Fähigkeit, zumindest mit Hilfe des Atlas oder anderer, z. B. digitaler Kartenwerke das politische, historische, oder soziale Geschehen rasch "verorten" zu können, bleibt unser Weltwissen konfus und ungeordnet.

Doch räumliche Orientierung mit Karten ist ja nur eines von vielen Lernzielen unseres Fachs. Im Rahmen einer systematischen Methodenschulung werden auch Tabellen, Diagramme, Texte und vor allem auch Bilder, vom Satellitenphoto bis hin zum Lehrfilm systematisch bearbeitet und ausgewertet. Nicht nur von den Oberstufenschülern wird zudem verlangt, dass sie die oben genannten Materialien auch themenbezogen erstellen können, z.B. in den künftig einzubringenden Facharbeiten. Darüber hinaus haben nicht nur die Geographischen Informationssysteme (GIS) der Fachverlage und Softwareanbieter Potentiale eigenständiger digitaler Karten- und Diagrammerstellung ermöglicht, die zwar in ausgewählten Projekten unserer Schule erprobt, aber noch längst nicht zur alltäglichen Umsetzung gereift sind.

Dem pädagogischen Prinzip der "originalen Begegnung" folgen, heißt zudem für den Erdkundeunterricht, sich auf Exkursionen, Studiengängen im Nahraum und Fahrten ein unmittelbares Bild des Untersuchungsraums zu verschaffen. Falls dieser in allzu weiter Ferne liegt, bieten uns Filme, Diareihen und Folien einen mitunter hinreichend guten Ersatz. Die beliebteste Form der Raumerkundung bleiben jedoch die Studienfahrten der Oberstufe, egal ob zu den Stätten antiken und lebendigen Vulkanismus im Golf von Neapel oder ins schottische Hochland und zu den gegensätzlichen Städten des vereinigten Königreichs.

Lange Zeit war das Bemühen um Aktualität im Erdkundeunterricht bei Lehrern und Schülern abhängig von der Vorarbeit und Aufbereitung der Schul- und Sachbuchverlage, bzw. von den Informationen aus Fachzeitschriften. Heute stehen uns über das Internet weltweit Bilder, Live-Filme, Texte, und Datenbanken zur Verfügung und ermöglichen damit die individuelle und gruppenbezogene Recherche zu zahlreichen Themen und Aufgabenstellungen unseres Fachs. Durch die 2 Informatikräume an unserer Schule, das Selbstlernzentrum, mobile Notebook-Beamer Sets und dem mit Laptop und Beamer modernisierten Erdkunderaum ist die Recherche der Schüler, ihre mediengerechte Aufbereitung und die Präsentation vor / für den Kurs oder die Klasse deutlich erleichtert und verbessert worden. Die dazu nötige multimediale Grund- und Fortbildung für FachkollegInnen und Schüler bedarf jedoch der systematischen Vertiefung und Fortführung. Die sonstige Erdkunde-Medienausstattung- auch Sammlung genannt - ist. an unserer Schule recht gut In den vergangenen Jahren sind von den Fachschaftsvorsitzenden zahlreiche Diasammlungen, Topographische Karten, Wandkarten und Folien und Lernsoftware angeschafft worden, die fast alle Kontinente und Landschaftszonen der Erde abdecken. Die großzügige Unterstützung des Fördervereins unserer Schule hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass auch die dreidimensionalen Strukturen unserer Erde mit Hilfe eines großen Reliefglobus anschaulich erfasst und begriffen werden können.